Das Ningaloo Reef ist das westaustralische Tauchparadies. Die Meisten, die an Australien und Schnorcheln/Tauchen denken, denken sofort an das berühmte Great Barrier Reef der Ostküste (Heimatgebiet von Nemo aus “Findet Nemo” 🙂 ) Doch weit gefehlt. Beim Ningaloo Reef ist das Riff gleich am Strand, am Great Barrier Reef muss man erst mit ner gebuchten Tour ein paar Bootsmeilen hinlegen, bis man an einer tollen Stelle angelangt ist. Naja und wir dachten uns, dass wir das gleich mal ansehen und dort unsere ersten Schnorchelgänge wagen wollen.
Wir waren 5 Tage an diesem schönen Fleckchen Erde, haben uns schön ein paar Teile am Po, Rücken und Beinen verbrannt, obwohl wir uns immer fleißig eincremen und auch mit T-Shirts ins Wasser gegangen sind. Nur wenn man 30 min mit Rücken oben über die Wasseroberfläche schwebt und mehr an das Schöne drunter als an das Böse drunter denkt, kann es das schon mal bissl heiß werden.
Leider haben wir keine der Walhaie und Manta Rochen gesehen, die hier ab März erst auftauchen. Aber wir glauben, dass einem dann schon ganz schön die Muffe geht, wenn man solche Tiere unter einen schwimmen sieht. Aber dafür viele viele bunte Fische gesehen. Ein lebendes Aquarium ist das dort. Nur einen Clownfisch namens Nemo hab ich nicht gesehen, alle anderen schon 🙂
Achja, und wir haben zwei Nächte direkt in dem Nationalpark gecampt, mit Buschklo, Strand und Outback inklusive. Da wir nicht das Zelt aufschlagen wollten, schliefen wir im Auto. Ich (Sabrina) bin immer des nachts aufgewacht, um zu sehen, ob nicht vielleicht Kängurus um uns herum sind. Aber nur vorm einschlafen hüpften sie bissl um uns herum. Und am Morgen, nichtsahnend setze ich meine Brille auf, um aus dem Auto zu kriechen, da sitzen zwei auf der Düne und gucken zu mir runter. Gleich wieder kehrt gemacht, um die Kamera rauszukramen. 🙂
Abends waren wir dann noch angeln… und endlich biss mal was an… Matthias’ erste Fisch: ein HAI. Aber obwohl er auf dem einen Foto wie ein großer aussieht, war es nur ein kleiner. Aber wir haben ihn nicht gegessen, obwohl wir später erfahren haben, dass er wohl ganz gut schmecken würde (aber erst nach einem Tag ausbluten und in Milch einlegen… hm.) Und bei Haien gibt es hier keine Fangquote bzw. Mindestmaß.
Und an einer andere Stelle konnte auch ich (Sabrina) meinen ersten Fisch fangen. (Jaaa, ich mache auch mit. Wir haben nämlich zwei Angeln und es macht doch ein bissl Spass und soooo langweilig ist das nicht. Denn hier in Australien darf man ja mit richtigen Ködern nach Raubfischen angeln.) Meiner sah aus wie ein Sägefisch. Den haben wir dann aber auch wieder schwimmen lassen.
So ihr Lieben, mit dem Fang des Tages endet der heutige Beitrag. Wir haben viel in den letzten zwei Wochen erlebt und haben euch das in einer kurzen Kurzfassung 🙂 rüberbringen wollen. Wir haben hier im Ningaloo Reef unsere nördlichsten Zipfel in Westaustralien unsicher gemacht, denn weiter oben würde Regen und ein Zyklon uns keine Freude bereiten. Da wir uns in den Tropen bewegen, wo gerade Regenzeit ist, wollen wir unser Wetterglück nicht überstrapazieren. Es geht nun wieder zurück nach Perth, um den Südwesten zu bereisen, worauf wir uns schon sehr freuen. Vor allem liegen da die Entfernungen zwischen zwei Ortschaften mal unter 300 km… bis jetzt haben wir schon 3500 km auf unserem Tacho verzeichnen können.
Bis bald wieder
Sabrina und Matthias