Der nächste Tag führte uns zum Shark Bay. Keine Angst, da gibt es keine Haie, das ist nur der Name von den beiden Halbinseln, die sich zum Weltkulturerbe zählen dürfen. Die Ureinwohner trafen hier wahrscheinlich auf die ersten Europäer, denn hier fand die erste schriftlich dokumentierte Landung statt.
Aber bis zum Shark Bay bzw. zu unserem Ziel Monkey Mia waren es noch einige Kilometer.
Nach einem tollen Overlander-Roadhouse-Burger (da können die im Leipziger Hotel Seeblick sich was abgucken) ging es zur ersten Attraktion “am Wegesrand”, dem Hamelin Pool, einem Meerschutzgebiet mit einer weltweit bekannten Kolonie von Stromatolithen. Das sind felsenähnliche Formationen von Mikroben, die mit den Mikroorganismen übereinstimmen, die es schon vor 1,9 Mrd. Jahren gab. Das ist die Zeit, in dem die Erde entstand. Krass was? Aber für uns Nicht-Geologen ist das nun nicht soooo spektakulär, ne?
Paar km weiter kamen wir dann zum Shell Beach, einem 120 km langen, schneeweißen und nur aus Muscheln bestehenden Strand. Ohne Sonnenbrille war es fast ein bissl zu hell dort und ohne Schuhe auch fast ein bissl zu spitz für unsere zarten Fußsohlen 🙂
Große Freude hatte Matthias beim Lookout (Ausblick-Foto-Punkt) Eagle Bluff, als eine große Echse (ca. 50 cm lang) unseren Weg versperrte. Und der Blick dort oben auf erste Riffhaie und Rochen machte diese kleine Rast perfekt.
Endlich erreichten wir dann Denham, eine kleine Örtchen, das uns für zwei Nächte Unterschlupf mit einem schattigen Campingplatz geben sollte. Denn am kommenden Tag mussten wir früh raus, um die weltbekannten wilden Delfine von Monkey Mia zu sehen, die nur in den Morgenstunden an den Strand schwimmen. Und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. So nah und das noch in freier Wildbahn diese tollen Tiere sehen. Oh jaaaa. Den restlichen Tag lagen wir dann am Strand oder im Wasser oder im Schatten unter Palmen, hach 🙂 Achja und hier haben wir das erste Mal geschnorchelt… und Matthias konnte gleich seine ersten zwei Rochen entdecken. Schon lustig wenn zwei Augen oben drauf einen angucken 🙂
Auf unserem nächsten größeren Trip ins Ningaloo Reef fuhren wir über Carnarvon, eine 7000 Einwohner großen Plantagen-Stadt. Dank des subtropischen Klimas reifen hier Bananen, Mangos und Papayas. Das haben wir natürlich gleich zum Anlass genommen und sind zu einer Farm hin, um den Farmer und seine Frau gleich bei der Arbeit zu erwischen und vom “Hof-eigenen” Verkauftisch, ganz frisch Früchte nebst Verkostung zu kaufen. Und die beiden hatten viel zu tun, obwohl “Australia Day” war, DEM Nationalfeiertag in Australien, wo eigentlich alles zu hat, wirklich alles. … Oh und wie die Früchte geschmeckt haben, das Wahnsinn… die Mangos sind doppelt oder dreifach größer wie wir sie aus Deutschland kennen und schmecken auch 1000 Mal fruchtiger, davon kann man nicht genug bekommen 🙂